Kopf- und Nackenschmerzen. Welche Wege führen wirklich aus dem Schmerz

Shownotes

Prof. Dr. med. Christian Woiciechowsky Privatpraxis für Neurochirurgie, Rücken- & Sportmedizin und Schmerztherapie Tauentzienstr. 7B/C 10789 Berlin Tel.: 030 26396480 oder 030 89048503 FAX: 030 263964811 WhatsApp: https://wa.me/message/5XRR2QVMDOZ2J1 email: prof@woiciechowsky.de www.neurochirurgie-berlin.org

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00:00:00: Guten Tag, guten Morgen, guten Abend.

00:00:02: Egal wo Sie sind und zu welcher Tages- und Nachtzeit sie unseren Podcast hören, willkommen zurück zu einer neuen Folge von Ohne Nerven kein Schmerz!

00:00:11: Heute geht es um eine Region die für viele Menschen zur täglichen Qual wird – den Kopf, Migräne, Clusterkopfschmerz, Trigeminusneuralgie und den unterschätzten Kopfschmerzen der in Wahrheit aus dem Lacken kommt.

00:00:26: Ein Satz begleitet uns durch diese ganze Serie und er ist heute der Schlüssel.

00:00:31: Ohne Nerven kein Schmerz, denn ganz gleich wo es weh tut, der schmerz entsteht nie im Gewebe allein sondern erst dort wo ein nerv ihn aufnimmt und weiter leitet.

00:00:42: Und genau das ist die Chance.

00:00:45: Finden wir den nerven können wir gezielt eingreifen statt blind gegen Symptome anzukämpfen.

00:00:51: Es gibt zwei Arten von Schmerzen Der nutzizeptive Schmerz, wie bei der Arthrose, der Facettengelenke an der Halswirbelsäule kommt von einem gesunden intakten Nerven, der brav einen Schaden im Gewebe meldet.

00:01:05: Hier haben wir immer zwei Wege – die Ursache im Gewehbe beseitigen oder wenn das nicht möglich ist, die Weiterleitung im Nerven unterbrechen.

00:01:23: einschießend wie beim Kapaltunnel oder, wie wir gleich sehen werden bei der Trigeminusneuralgie.

00:01:30: Und da heißt die Lösung fast immer den Nervenbefreien.

00:01:34: Genau dieses Denken wenden wir jetzt auf den Kopf an und beim Kopf gilt zuerst, Kopfschmerz ist nicht eine Krankheit es sind Dutzende!

00:01:44: Die häufigste Ursache für eine erfolglose Therapie ist eine ungenaue Diagnose.

00:01:49: deshalb steht am Anfang immer die Einordnung.

00:01:52: Bevor wir überhaupt über Behandlung sprechen, müssen gefährliche Ursachen ausgeschlossen sein.

00:01:58: Ich nenne die Warnzeichen bewusst – denn sie gehören in jede seriöse Folge!

00:02:04: Der schlagartige noch nie erlebte Vernichtungskopfschmerz verdacht auf eine Blutung Kopfschmerzen mit Fieber und Nackensteife Verdacht auf Eine Entzündung der Hirnheute Ein neu auftretender Kopfschmärz jenseits des fünftigsten Lebensjahres neurologische Ausfälle eine Wesensänderung, Kopfschmerz nach einem Trauma oder unter Blutverdünnung.

00:02:27: Erst wenn diese Alarmzeichen ausgeschlossen sind sprechen wir über die primären und die behandelbaren neuralgischen Kopfschmärzformen.

00:02:35: Und hier lohnt sich die Genauigkeit denn jede Form hat ihren eigenen Nerven und damit ihr eigenes therapeutisches Ziel.

00:02:43: Die Migräne anfallsweise pulsierend halbseitig mit Übelkeit und Reizempfindlichkeit Über Stunden bis Tage.

00:02:52: Der Cluster streng einseitig um das Auge, extrem heftig mit tränendem Auge und laufender Nase über Minuten bis wenige Stunden in Serien.

00:03:02: Die Trieh-Geminusneuralgie blitzartig einschießend im Gesicht ausgelöst durch Berührung, Kauen oder Sprechen nur sekundenlang Und der kraniozervikale Kopfschmerz vom Nacken über den Hinterkopf ziehend oft einseidig bewegungs- und druckabhängig.

00:03:19: Beginnen wir mit der Migräne.

00:03:22: Sie galt lange als reine Gefäßerkrankung.

00:03:25: Heute wissen wir, im Zentrum steht ein Nerv der Nervus Trigeminus unser großer Gesichtsnerv.

00:03:32: Aktiviert sich sein Gefäsnervensystem das Trigeminovasculare System dann schüttet er Botenstoffe aus allen voran das Peptid mit dem Namen CGRP Das Calcitonin Gene Related Peptide.

00:03:47: Es weitet die Gefäße der Hirnhöte, löst eine Neurogene Entzündung aus und sensibilisiert die Schmerzbahnen.

00:03:55: Der Kopf pulsiert das Licht blendet jeder Reiz wird zur Qual.

00:03:59: Sie hören es schon auch der Migränekopf schmerzt nicht ohne Nerven.

00:04:04: Er schmerzed weil ein Nervensystem überaktiv ist.

00:04:08: Und genau da setzt die moderne Therapie an.

00:04:11: In der Akuttherapie geht es darum den Anfall zu stoppen.

00:04:15: Bei leichten Anfällen entzündungshemmende Schmerzmittel früh und ausreichend dosiert, bei mittleren bis schweren Anfellen die Triptane.

00:04:24: sie greifen direkt am trigeminovaskulären System an und als neuere Optionen die Gepäns und die Diethane wenn Triptan nicht vertragen werden oder nicht wirken.

00:04:37: in der Profilaxe geht es darum die Frequenz zu senken.

00:04:41: Bewert sind Beta-Blocker Amitriptulin, Torpyramat und Flunarizin.

00:04:47: Zielgerichtet wirken.

00:04:48: die CGRP Antikörper blockieren genau den Botenstoff, den der Trigeminus ausschüttet Ein Musterbeispiel für kausales Denken am Nerven.

00:04:59: Und bei der chronischen Migräne kommt Botolinumtoxin nach einem festen Injektionsschema zum Einsatz.

00:05:07: Wo kommen unsere interventionellen Verfahren ins Spiel?

00:05:11: Immer dann, wenn ein kraniozervikaler Anteil mitschwingt.

00:05:14: Wenn der Nacken den Kopf befeuert Dann kann eine Blockade des nervus oxybitales Major einen Teil der Migränelast nehmen.

00:05:23: Wir kommen darauf zurück.

00:05:24: Der Cluster-Kopfschmerz gehört zu den heftigsten Schmerzen die wir kennen streng einseitig hinter oder um das Auge mit einer bohrenden Wucht Die Menschen buchstäblich umher treibt.

00:05:37: Dazu die verräterischen Begleizeichen Das Auge tränt und rötet sich, die Nase läuft das Lied hängt.

00:05:44: Diese Zeichen sind kein Zufall.

00:05:46: sie verraten uns den beteiligten Nerven Denn der Cluster ist ein Trigeminoautonomer Kopfschmerz.

00:05:52: Der Trigeminus liefert den Schmerz Und über einen Reflex wird das vegetative Nervensystem mitgerissen Über das Ganglion sphenopalatinum Den parasympathischen Umschaltpunkt tief in der Schädelbasis.

00:06:05: Dieses Ganglione erklärt das tränende Auge und laufende Nase Und es ist zugleich ein Therapieziel.

00:06:11: In der Akuttherapie wirkt hochdosierter Sauerstoff über die Maske, oft innerhalb von Minuten und Summa triptan als Spritze unter die Haut.

00:06:21: Vorbeugend ist Vera Pamil die erste Wahl.

00:06:24: Überbrückend geben wir Cortison und die Blockade des Nervus occipitalis major Und bei Therapiresistenz greifen wir interventionell am Ganglion Svenopalatinum an mit einer Blockade, mit gepulster Radiofrequenz oder mit einer Stimulation.

00:06:42: Für Patienten die die Dauermedikation schlecht vertragen kommt eine völlig atraumatische Ergänzung infrage auf die ich gleich noch genauer eingehe – die bioelektrische Stimulationstherapie AXOMERA.

00:06:55: Beim Cluster zeigt sich unser Prinzip fast leerbuchhaft.

00:06:59: Wir kennen den Generator, den Trigeminus.

00:07:01: Wir können den vegetativen Umschaltpunkt des Ganglion Sphänopalatinum und wir kennen den Verstärker aus dem Nacken, der nervös-okzipital ist.

00:07:10: Jede dieser Stationen ist ein Nerv und jede ist ein möglicher Angriffspunkt.

00:07:15: Wenn es einen Kopfschmerz gibt, der unser Leitmotiv perfekt verkörpert dann ist das die Trigminusneuralgie blitzartig einschießend wie ein Stromschlag im Gesicht ausgelöst durch eine Berührung einem Windhauch das Kauen oder das Zähne putzen.

00:07:31: Betroffen sind meist der zweite und dritte Trigeminusast, also Wange- und Unterkiefer.

00:07:37: Was ist die Ursache?

00:07:39: Die klassische Trigminusneuralgie entsteht in den allermeisten Fällen durch eine neurovasculäre Kompression.

00:07:46: An der Eintrittsstelle des Nervens in den Hirnstamm drückt eine pulsierende Arterie auf die Nervenwurzel.

00:07:52: Über Jahre reibt sie die Isolierschicht ab Es kommt zu Kurzschlüssen zwischen den Fasern und jeder harmlose Berührungsreiz löst eine Schmerzsalve aus.

00:08:01: Der Nerv ist nicht nur beteiligt, der Nerv die Krankheit.

00:08:05: Und entsprechend reicht die Therapie von der Tablette bis zur kausalen Operation.

00:08:11: Medikamentös ist Kabamazepin oder Okskabazepin – die erste Wahl.

00:08:17: Sie dämpfen die überschießende Erregbarkeit der Nervenfasern.

00:08:21: Ergänzend kommen Lamotrigin- oder Backlofen in Frage.

00:08:26: Interventionell arbeiten wir am Ganglion-Gasserie mit percutanen Verfahren, zum Beispiel thermischer Radiofrequenz wenn Medikamente versagen und eine offene Operation nicht infrage kommt.

00:08:39: Als nicht invasive Alternative gibt es die Radiochirurgie das Gamma-Nive.

00:08:44: Und gerade weil die wirksamen Medikamente bei der Trigeminusneuralgie oft schlecht vertragen werden, Müdigkeit, Schwindel Und Gangunsicherheit sind häufig lohnt bei geeigneten Patienten der Versuch mit einem völlig atraumatischen Verfahren, das ganz ohne diese Belastungen auskommt.

00:09:03: Der Achsomerotherapie zu der ich gleich komme.

00:09:06: Kausal und oft heilend aber ist die mikrovaskuläre De-Kompression nach Janetta.

00:09:13: Wir legen den Nerven frei und schieben das drückende Gefäß weg ein weiches Polster dazwischen.

00:09:21: und der Schmerz verschwindet an der Wurzel.

00:09:23: Das ist der reinste Ausdruck unseres Prinzipes.

00:09:26: Wir bekämpfen nicht das Symptom, wir nehmen den Druck vom Nerven Ohne Kompression kein Kurzschluss ohne Kurzschluß keinen Schmerzz.

00:09:36: Und jetzt zu dem Kapitel dass in der Praxis am häufigsten übersehen wird und das mir als Neurochirurg besonders am Herzen liegt Der Kopfschmerz der gar nicht im Kopf beginnt sondern im Nacken.

00:09:50: Der Schlüssel liegt in einer anatomischen Besonderheit.

00:09:53: Die sensiblen Nervenwurzeln der oberen Halswirbelsäule C-I bis C-III schalten im Hirnstamm auf denselben Kern um, wie der Trigeminus.

00:10:04: Diesem gemeinsamen Umschaltplatz nennen wir den trigiminocervicalen Komplex.

00:10:09: Das bedeutet das Gehirn kann einen Reiz aus dem Nacken nicht sicher von einem Reiz vom Gesicht unterscheiden.

00:10:17: Ein Problem an C-II wird als Schmerz am Hinterkopf, an der Schläfe ja bis hinter das Auge empfunden.

00:10:24: Der Nacken flüstert und der Kopf schreit.

00:10:27: Der wichtigste Akteur ist der Nervus occipitalis major – ein Ast aus der Wurzel C II.

00:10:34: Er zieht vom Nack über den Hinterkopp nach vorn.

00:10:38: Wird er gereizt oder eingeengt entsteht die occipitale Neuralgie brennend einschießende Schmerzen vom Nacken über den Hinterkopf, oft mit einem umschriebenen Druckpunkt der auf Fingerdruck den ganzen Schmerz auslöst.

00:10:53: Der Nervus occipitalis minor versorgt die seitliche Hinterhauptregion.

00:10:58: Das Ganglion der Wurzel C-II liegt im Zentrum dieses Geschehens und ist unser wichtigstes interventionelles Ziel im Nacke Und der dritte Occipitalnerv aus C-III versorgt das obere Facettengelenk zwischen C- II und C- III Eine häufige Quelle des Cervicogenen Kopfschmerzes.

00:11:17: Ob der Kopfschmärz wirklich aus dem Nacken kommt, das beweist am elegantesten die diagnostische Blockade.

00:11:25: Setzen wir gezielt ein Lokalanästhetikum an den Nervus Oxypitalis Major oder an das Ganglion von C-II und der Kopf schmerzt verschwindet für die Wirkdauer dann haben wir den Generator gefunden.

00:11:39: dieser Testblock ist die Eintrittskarte für jede weitere gezielte Therapie.

00:11:45: Jetzt führen wir alles zusammen!

00:11:46: Wir haben die Generatoren identifiziert, den Trigeminus das Ganglion Svenopalatinum, den Nervus Oxypitalis Das Ganglione von C-II.

00:11:56: Nun ordnen wir jedem Werkzeug seinen Platz zu.

00:11:59: und ich sage es klar kein Verfahren ist für alles gut.

00:12:03: Jedes hat sein Fenster.

00:12:04: Zuerst die lokale Infiltration und die Nervenblockade.

00:12:09: Sie ist unser diagnostisches und therapeutisches Arbeitspferd.

00:12:13: Wir setzen ein lokal Anästhetikum, oft kombiniert mit einer kleinen Menge Cortison direkt an den betroffenen Nerven.

00:12:20: Am Kopf sind das vor allem der Nervus occipitalis major und minor Das Areal von C-II und myofasziale Triggerpunkte im Lacken.

00:12:30: Diagnostisch gilt Verschwindet der Schmerz ist der Generator bestätigt.

00:12:36: Therapeutisch ist die Blockade bei oksipitaler Neuralgie und Cervicogen im Kopfschmerz oft schon anhaltend wirksam.

00:12:45: Beim Cluster dient sie als überbrückende Maßnahme, bis die Vorbeugung greift.

00:12:50: Erfolgreich ist sie dann wenn ein klar umschriebener Nervengenerator vorliegt und der Testblock positiv war.

00:12:57: Ein diffuser Ganzkopfschmerzen spricht schlecht an.

00:13:01: Der elegante nächste Schritt ist die gepulzte Radiofrequenz wenn eine Blockade zwar wirkt, aber zu kurz.

00:13:09: Hier legen wir über eine feine Sonde ein gepulstes elektrisches Feld an den Nerven bei einer kontrollierten Temperatur von rund forty-two Grad.

00:13:20: Das ist der entscheidende Punkt.

00:13:21: Bei forty- two Grad wird der Nerv nicht zerstört.

00:13:25: Wir modulieren ihn und beruhigen seine Schmerzleitung ohne ihn zu veröden.

00:13:30: Deshalb drohen keine Taubheit und keine motorischen Ausfälle.

00:13:34: Die Ziele am Kopf sind das Ganglion von C-II, der Nervus occipitalis.

00:13:39: Das Ganglions Phenopalatinum beim Cluster und in ausgewählten Fällen das Ganglion Gasseri.

00:13:46: Erfolgreich ist dieses Verfahren wenn der diagnostische Block eindeutig positiv war die Wirkung aber nur Tage anhielt.

00:13:54: Die gepulzte Radiofrequenz zielt dann auf Wochen bis Monate Linderung.

00:13:59: Sie isst die schonende Wahl wenn wir Funktion erhalten länger wirken wollen.

00:14:05: Davon abzugrenzen ist die thermische Radiofrequenz, hier erzeugen wir bewusst eine kleine definierte Hitzelesion bei deutlich höherer Temperatur.

00:14:16: das ist zerstörend Und genau deshalb reservieren wir es für Situationen, in denen wir eine Leitung dauerhaft unterbrechen wollen.

00:14:24: Die Medikamentenrefractäre Trigeminusneuralgie am Gangliongasserie oder die verödelnde Behandlung schmerzhafter Facettengelenke im oberen Nacken Hier gilt der Grundsatz vom nozizeptiven Schmerz wieder.

00:14:38: Wenn wir die Noxin nicht beseitigen können, unterbrechern wir die Weiterleitung hier eben dauerhaft.

00:14:44: Und damit komme ich zu einem Verfahren, das ich Ihnen bewusst etwas ausführlicher vorstelle.

00:14:50: Die Axomeraterapie eine bioelektrische Methode entwickelt von Professor Molzberger.

00:14:56: Warum ausführlich?

00:14:58: Weil sie einen Vorteil hat den kaum ein anderes Verfahren bietet Sie ist völlig atraumatisch.

00:15:05: Über feine Nadeln ähnlich wie Akkupunkturnadeln legen wir ein sehr schwaches statisches elektrisches Feld im Mikroamperebereich an das gereizte Gewebe an.

00:15:17: Es wird nichts durch Trend, nichts verödet und nichts zerstört.

00:15:21: Der Patient spürt meist nur ein feines Kribbeln.

00:15:25: Das Vorbild ist die Natur der Axolotl Ein Lurch, der ganze Gliedmaßen nachwachsen lässt und dabei genau solche statischen elektrischen Felder nutzt.

00:15:36: Das Ziel ist ein doppeltes entzündungsfördernde Botenstoffe neutralisieren und ihre Generation von Gewebe- und Nerven anregen.

00:15:45: Die Behandlung dauert rund dreißig Minuten, ist weitgehend schmerzfrei und meist genügend wenige Sitzungen über zwei oder drei Wochen.

00:15:55: Und genau hier liegt der eigentliche Reiz vor allem beim Klasterkopfschmerz und bei der Trigeminusneuralgie.

00:16:02: Denn beide zwingen den Patienten sonst oft in eine jahrelange Medikamenteinnahme Und diese Medikamente sind alles andere als harmlos.

00:16:12: Wer über Jahre Kabamazepin gegen eine Trigeminusneuralgie nimmt, kämpft nicht selten mit Müdigkeit, Schwindel, Gang und Sicherheit einem gefährlichen Absinken des Natriomspiegels oder Veränderungen des Blutbildes.

00:16:25: Wer Vera Pamil gegen den Cluster nimmt muss regelmäßig sein Herz kontrollieren lassen.

00:16:30: Die Aximeratherapie dagegen kennt diese Belastung nicht – sie greift weder Leber noch Niere an Sie macht nicht müde, sie verträgt sich mit nahezu allem und ist praktisch nebenwirkungsfrei.

00:16:42: Gerade dort wo die reine Nervenreizung im Vordergrund steht können wir dem Nerven so ohne jeden zerstörenden Eingriff zu mehr Ruhe verhelfen und im besten Fall Medikamente einsparen oder ganz überflüssig machen.

00:16:55: Bei aller Begeisterung bleibe ich ehrlich.

00:16:59: das gehört für mich zu einem seriösen Umgang mit einer noch jungen Methode.

00:17:03: Für AXOMERA gibt es bislang keine großen kontrollierten Studien.

00:17:08: Wir stützen uns auf das Wirkprinzip und auf viele gute Erfahrungsberichte.

00:17:12: Deshalb sage ich ganz klar, beim akuten Cluster-Anfall bleibt der Sauerstoff die erste Wahl.

00:17:18: bei der Trigeminusneuralgie des Kabermazepinen – wenn ein Gefäß nachweislich auf den Nerven drückt, die heilende Dekompression!

00:17:26: Aber als völlig atraumatische, praktisch-nebenwirkungsfreie Ergänzung und als echte Chance für all jene die Medikamente nicht vertragen oder nicht dauerhaft einnehmen wollen hat AXOMERA aus meiner Sicht einen festen und wachsenden Platz.

00:17:40: Auch die Lasertherapie hat ihren Platz!

00:17:43: Als niedrig dosierte Fotobiomodulation oder als Hochleistungslaser wirkt sie entzündungshemmend und lockert verspannte Muskulatur.

00:17:52: Am Kopf ist sie eine sinnvolle Ergänzung dort, wo eine myofasziale Nacken- und Kopfkomponente den Schmerz unterhält.

00:18:00: Etwa beim Spannungskopfschmerz und begleitend bei Cervicogenen Beschwerden.

00:18:04: Sie ist selten die alleinige Lösung aber ein guter Baustein im Gesamtkonzept.

00:18:09: Fassen wir die Logik zu einem klaren Weg zusammen der ihnen im Kopf bleibt.

00:18:14: Schritt eins Die Diagnose sichern Rote Flaggen ausschließen dann die Kopfschmerzworn bestimmen.

00:18:21: ohne Diagnose keine gezielte Therapie.

00:18:24: Schritt zwei, den Mechanismus bestimmen.

00:18:27: Ist es ein primärer Kopfschmerz wie Migräne oder Cluster eine Neuralgie wie die Trigeminus- oder Oxypitale Neuralgy oder einen Cervicogenerschmerz aus dem Lacken?

00:18:38: Schritt drei Den Generator lokalisieren und testen.

00:18:43: Der diagnostische Nervenblock am vermuteten Nerven beweist die Quelle.

00:18:48: das Verfahren zum Mechanismus wählen, ist ein kurzer Effekt gewünscht und die Diagnose noch offen dann die Blockade.

00:18:57: Soll es länger wirken und der Nerv erhalten bleiben?

00:19:00: Dann die gepulste Radiofrequenz.

00:19:03: soll eine Leitung dauerhaft unterbrochen werden, dann die thermische Radiofrequenz alternativ oder ergänzend AXOMERA Und immer die passende Medikation dazu.

00:19:14: Schritt fünf Kausal denken, wo immer es möglich ist.

00:19:19: Ist ein Nerv komprimiert wie bei der klassischen Trigeminusneuralgie dann ist die Dekompression die ehrlichste Therapie.

00:19:26: Wir beseitigen die Ursache nicht nur das Signal.

00:19:30: Was nehmen wir mit aus dieser Folge?

00:19:32: Kopfschmerz ist kein Schicksal und kein diffuses Rätsel.

00:19:36: Hinter fast jeder behandelbaren Form steht ein konkreter Nerv Der Trigminus des Ganglions Phenopalatinum der Nervus occipitalis das Ganglion von C-II.

00:19:47: Wer diesen Nerven findet, kann ihn gezielt behandeln mit einer Blockade, mit gepulster Radiofrequenz, mit einer bioelektrischen Feldtherapie, Axomera, mit dem Laser und der richtigen Medikation oder wenn er komprimiert ist mit einer echten Dekompression.

00:20:04: Und beim nutzizeptiven Schmerz der Arthrose, dem Gelenk bleibt uns immer der doppelte Weg die Noxe beseitigen oder die Weiterleitung unterbrechen.

00:20:15: Auch dort läuft der Schmerz über einen Nerven.

00:20:18: Auch dort gilt unser Satz, behandeln Sie nicht den Schmerzen!

00:20:22: Behandeln sie den Nerven, der ihn trägt – denn ohne Nerven kein Schmerzz.

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